Untersuchung der neuronalen Mechanismen des Träumens mittels auditorischer Stimulation
Welche Hirnoszillationen im Schlaf beeinflussen, ob wir träumen oder nicht?
Träumen ist eine universelle menschliche Erfahrung, dennoch sind die zugrundeliegenden Hirnmechanismen nach wie vor wenig verstanden. Die EEG-Forschung hat eine posteriore kortikale Gehirnregion identifiziert — die sogenannte „posterior hot zone” — in der niederfrequente Hirnaktivität während des Schlafs eng damit zusammenhängt, ob wir träumen oder nicht. Ungeklärt bleibt jedoch, ob diese neuronale Aktivität Traumerlebnisse tatsächlich verursacht oder lediglich unabhängig davon ablaufende Prozesse widerspiegelt.
Dieses Forschungsprojekt — welches in Zusammenarbeit mit Dr. Francesca Siclari (Netherlands Institute for Neuroscience, NIN) durchgeführt wird, deren hochauflösende EEG-Studien die „posterior hot zone“ als zentrale Region in der Neurowissenschaft des Träumens etabliert haben — geht dieser Frage direkt nach. Durch den Einsatz der phasenspezifischen auditorischen Stimulation (PTAS) untersuchen wir, ob eine gezielte Verstärkung der posterioren Slow-Wave-Aktivität beeinflusst, wie häufig und wie lebhaft wir träumen.
Diese Arbeit wendet nicht-invasive Stimulationstechniken an, um eine kausale Frage zu adressieren, die korrelative Ansätze offenlassen: Welche Rolle spielen spezifische Hirnoszillationen im Niederfrequenzbereich tatsächlich bei der Entstehung von Traumerlebnissen?
Forschungsgruppe
Gruppenleitung: Prof. Dr. Reto Huber
Projektleitung: Prof. Dr. Reto Huber, Dr. Francesca Siclari (CHUV, NIN)
Doktorandinnen: Dr. Melanie Furrer, Dr. Jessica Bruijel (NIN), Ladina Glanzmann, Aline Ripoll Odermatt
Institution: Universitäts-Kinderspital Zürich, Abteilung Entwicklungspädiatrie in Kollaboration mit Universitätsspital Lausanne (CHUV), Centre d’Investigation et de Recherche sur le sommeil (CIRS) und Netherlands Institute for Neuroscience
Finanzierung
Drittmittel
Dieses Kooperationsprojekt wird durch Fördergelder der Divesa-Stiftung, der Bourse pro-femme des CHUV und der Universität Lausanne sowie der Pierre-Mercier-Stiftung für Wissenschaft unterstützt. Diese Mittel wurden der Projektleiterin Dr. Francesca Siclari zugeteilt.