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Fussball-Schlaf-Studie

Kann Schlaf vor den negativen Auswirkungen wiederholter Kopfbälle schützen?

Fussball ist eine der beliebtesten Kontaktsportarten weltweit. Er hat viele positive Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit, ist jedoch auch mit häufigen Kopfkontakten verbunden. Einige dieser Kopfkontakte führen zu Gehirnerschütterungen, während viele andere keine unmittelbaren Symptome verursachen (subkonkussiv). Frühere Studien deuten jedoch darauf hin, dass wiederholte subkonkussive Kopfstösse mit Veränderungen der Gehirnstruktur, der Gehirnfunktion und der kognitiven Leistungsfähigkeit verbunden sein könnten.

Dies ist besonders relevant für Kinder und Jugendliche, deren Gehirn sich noch in der Entwicklung befindet. Zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr laufen wichtige Prozesse wie die Umgestaltung synaptischer Verbindungen, die Myelinisierung sowie die Reifung von Hirnnetzwerken ab, die an Aufmerksamkeit und höheren kognitiven Funktionen beteiligt sind. Dadurch könnten junge Athletinnen und Athleten besonders anfällig für wiederholte Kopfstösse sein.

Schlaf könnte ein solcher Schutzfaktor sein. Schlaf ist wesentlich für die Erholung des Gehirns und die kognitive Leistungsfähigkeit. Schlafstörungen nach traumatischen Hirnverletzungen wurden mit einer schlechteren Erholung in Verbindung gebracht. Erste Hinweise aus dem Fussball deuten darauf hin, dass eine längere Schlafdauer die negativen Auswirkungen von Kopfballbelastung auf die Aufmerksamkeit verringern könnte. Allerdings wurde Schlaf in diesem Zusammenhang bisher nur selten objektiv untersucht, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

Diese Studie untersucht daher, ob Schlafdauer und Schlafqualität die Gehirnfunktion nach wiederholten Kopfstössen bei jungen Fussballspielerinnen und Fussballspielern schützen können. Ein weiteres Ziel ist es zu untersuchen, wie sich der Schlaf im Verlauf einer Fussballsaison verändert, einschliesslich möglicher Unterschiede zwischen Trainings-, Spiel- und Ruhetagen.

Weitere Informationen sowie die Anmeldung zur Studie sind auf der offiziellen Studienwebsite verfügbar: https://www.football-sleep.com/de

Forschungsgruppe

Gruppenleiter: Reto Huber
Projektleiter: Florent Aziri

Institutionen / Partner:

  • Entwicklungspädiatrie, Universitäts-Kinderspital Zürich
  • Sportmedizin, Universitäts-Kinderspital Zürich
  • Sports Doctors Network
  • Alzheimer Stiftung Schweiz
  • Swiss Association of Football Players (SAFP)
  • Professional Footballers Association, UK (PFA)
  • Sensory-Motor Systems Lab, ETH Zürich

Wir suchen regelmässig Praktikantinnen und Praktikanten sowie Bachelor- und Masterstudierende. Bei Interesse an unseren Projekten kontaktieren Sie uns gerne unter florent.aziri@kispi.uzh.ch.

Drittmittel

  • Ralf Loddenkemper-Stiftung
  • ETH Stiftung
  • Swiss Association of Football Players
  • ETS Diagnostics
  • Tosoo AG