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BODYimage-Projekt

Studie zum Zusammenhang zwischen sozialen Medien und Körperbild bei in der Schweiz wohnhaften Jugendlichen

 

Bis zu 80 % der Jugendlichen in der Schweiz kämpfen mit Sorgen rund um das eigene Körperbild.Im Zusammenhang mit der Nutzung sozialer Medien im Jugendalter und den damit verbundenen Schönheitsidealen sind bereits schützende Faktoren bekannt (wie etwa ein unterstützendes soziales Umfeld oder ein guter Umgang mit den eigenen Gefühlen). Dennoch können eine problematische Nutzung der sozialen Medien sowie Risikofaktoren wie Perfektionismus die Körperwahrnehmung Jugendlicher beeinflussen oder gar eine Verschlechterung begünstigen.

Das Projekt BODYimage untersucht, wie die Nutzung sozialer Medien mit dem Körperbild von Jugendlichen, mit und ohne klinische Störungen, zusammenhängt und welche Rolle Perfektionismus und Geschlecht dabei spielen. Ausserdem wird untersucht wie Körperunzufriedenheit den Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und der Entstehung von Essstörungssymptomen vermittelt. Dazu werden Jugendliche direkt in ihrem Alltag über ihr Mobiltelefon befragt. Eine App kann zusätzlich anonymisiert Handynutzungsdaten in Echtzeit erheben, um so die zugrunde liegenden Prozesse realistisch abzubilden. Um die Perspektive der Jugendlichen auf ihren eigenen Körper vertieft zu erfassen, kommt in einem weiteren Teil der Studie die Methode „Photovoice“ zum Einsatz.

 

Mit dieser Forschungsmethode können die Teilnehmenden ihre Erfahrungen und Anliegen mittels selbst aufgenommener Fotos aus ihrem Alltag sichtbar machen. Die Fotos werden anschliessend in begleiteten Gesprächen besprochen. Das Projekt wird zudem während der gesamten Projektlaufzeit von einem Komitee aus Jugendlichen begleitet, um die Perspektive junger Menschen aktiv in die Forschung miteinzubeziehen. Zusätzlich unterstützen zwei weitere Jugendliche die Studie und bringen ihre Meinungen als Young Co-Researchers ein.

Für die Studie werden Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren aus dem Kanton Zürich und dem Kanton Waadt rekrutiert. Hinzu kommt eine kleinere Gruppe von Jugendlichen mit bereits diagnostizierten körperbildbezogenen Beschwerden wie Essstörungen (zum Beispiel Anorexie) und Körperdysmorphen Störungen (zum Beispiel Bigorexie).

Eines der Hauptziele der Studie ist es, konkrete Einblicke für Präventions- und Behandlungsansätze sowie gesundheitspolitische Massnahmen zu gewinnen, um Körperunzufriedenheit bei Jugendlichen zu verringern, ihr psychisches Wohlbefinden zu fördern und ihre Kompetenz im Umgang mit sozialen Medien und Körperbild zu stärken.

Unsere Partner

inisanté
 
 
chuv
 
puk

 

 

Literatur

  • Cosma A, Abdrakhmanova S, Taut D, Schrijvers K, Catunda C, Schnohr C. A focus on adolescent mental health and well-being in Europe, central Asia and Canada Health Behaviour in School-aged Children international report from the 2021/2022 survey Copenhagen: WHO Regional Office for Europe; 2023.
  • Pazdur, Michelle & Tutus, Dunja & Haag, Ann-Christin. (2025). Risk factors for problematic social media use in youth: A systematic review of longitudinal studies. Adolescent Research Review. 10. 237-253. 10.1007/s40894-025-00264-4.

Weiterführende Informationen

Interkantonale Zusammenarbeit

BODYimage ist ein interkantonales Forschungsprojektes, welches in der Deutschschweiz von der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (KJPP) der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich geleitet und in der Westschweiz von der Kinder- und Jugendpsychiatrie (SUPEA) des Universitätsspitals Waadt (CHUV) und von Unisanté – Universitätszentrum für Allgemeinmedizin und öffentliche Gesundheit – durchgeführt wird. Die Studie wird vom Schweizerischen Nationalfonds SNF, der wichtigsten Institution zur Forschungsförderung in der Schweiz, finanziert.

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