Humor in der Adoleszenz im Autismus-Spektrum
In diesem Projekt wird untersucht, wie Jugendliche im Autismus-Spektrum verbalen und visuellen Humor verstehen und wie die Vertrautheit mit den Inhalten ihre Reaktionen beeinflusst. Gefördert wird die Studie durch einen Starting Grant des Schweizerischen Nationalfonds (SNF).
Um sowohl kognitive als auch emotionale Reaktionen zu erfassen, kommen EEG-Messungen sowie das Facial Action Coding System (FACS) zur Analyse mimischer Gesichtsausdrücke zum Einsatz; ergänzt wird dies durch eine genetische Analyse. Über die reine Beschreibung der Humorwahrnehmung hinaus erforscht das Projekt die zugrunde liegenden kognitiven Strategien – etwa die Präferenz für lokale gegenüber globalen Verarbeitungsstilen sowie den Einfluss mentalisierungsbezogener Fähigkeiten.
Langfristiges Ziel ist die Entwicklung eines personalisierten Humorschulungsprogramms zur Förderung des subjektiven Wohlbefindens autistischer Jugendlicher. Dabei werden Veränderungen im Verhalten, in der neurokognitiven Verarbeitung und auf genetischer Ebene vor, während und nach der Intervention untersucht.
Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit Prof. Andrea SamsonProf. Andrea Samson (Unidistance Suisse), Prof. Silvia Brem (UZH), Prof. Edna Grünblatt (UZH), Prof. Nora Raschle (UZH), and Prof. Susanne Walitza (UZH).
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Wahrnehmung von Humor bei Autismus
In diesem Projekt untersuchen wir, welche Merkmale humorvoller Informationen das Verständnis und die Wertschätzung von Humor bei Jugendlichen im Autismus-Spektrum beeinflussen.
Dabei wird speziell untersucht, ob autistische Jugendliche verschiedene Arten von verbalem und visuellem Humor verstehen und schätzen und ob die Vertrautheit mit den Inhalten ihre Reaktionen verstärkt. Zur Beantwortung dieser Fragestellungen verwenden wir Elektroenzephalographie (EEG) sowie das Facial Action Coding System (FACS), um sowohl kognitive als auch emotionale Reaktionen zu erfassen.
Kognitive Strategien bei der Humorverarbeitung
In diesem Projekt untersuchen wir die kognitiven Strategien, die der Verarbeitung von Humor bei autistischen und neurotypischen Jugendlichen zugrunde liegen. Dabei widmen wir uns insbesondere den folgenden Fragestellungen: Beeinflusst eine Präferenz für lokale versus globale Informationsverarbeitung das Humorverständnis bei autistischen Jugendlichen? Warum verstehen und schätzen autistische Personen bestimmte Humorarten mehr als andere? Und inwieweit beeinflussen Mentalisierungsfähigkeiten die Humorverarbeitung in dieser Population? Zur Beantwortung dieser Fragen analysieren wir sowohl elektrophysiologische Korrelate als auch das Verhalten von autistischen und neurotypischen Jugendlichen.
Humorintervention
Dieses Projekt hat zum Ziel, ein innovatives Humortrainingsprogramm zu entwickeln und umzusetzen, um sowohl die Humorkompetenzen als auch das subjektive Wohlbefinden autistischer Jugendlicher zu fördern. Anstatt spezifische Strategien oder Techniken zum Verstehen humorvoller Inhalte zu vermitteln, bietet das Programm ein personalisiertes, individuell auf jede Teilnehmer:in zugeschnittenes Training. Verhaltens- sowie neurokognitive Reaktionen werden systematisch vor, während und nach der Intervention erfasst und verglichen.