KOMPASS

Kontaktperson

Dr. lic. phil. Bettina Jenny
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Universität Zürich
bettina.jenny@puk.zh.ch

Therapeutische Zielgruppe

Die Autismus-Spektrum-Störungen auf hohem Funktionsniveau, zu denen das Asperger-Syndrom, der Atypische Autismus und der High-Functioning-Autismus gehören, sind den tief greifenden Entwicklungsstörungen zuzurechnen. Sie betreffen somit viele Aspekte der Persönlichkeit und beeinflussen entsprechend fast alle Lebensbereiche. Im Zentrum stehen die Beeinträchtigungen der sozialen Interaktion und der wechselseitigen Kommunikation. Diese Menschen wünschen sich je nach Lebensphase und Umständen durchaus Kontakt, doch es gelingt ihnen nicht, ihn so aufzubauen, dass er über eine längere Zeit für beide Interaktionspartner befriedigend verläuft.

KOMPASS-Training

Im KOMPASS (KOMPetenztraining für Jugendliche mit Autismus Spektrums-Störungen)-Basistraining, das 22-25 Sitzungen umfasst, werden die drei Module Emotionen, Small Talk und Nonverbale Kommunikation besprochen und geübt, womit bereits die meisten Zielkompetenzen von Remschmidt et al. (2006) abgedeckt werden. In der KOMPASS-Fortsetzungsgruppe stehen die Themen komplexe Kommunikation, Interaktion, Perspektivenwechsel und Empathie im Zentrum. Das vollständige Programm der Basis- und Fortgeschrittenen-Gruppe bearbeitet damit alle Zielkompetenzen von Krasny et al. (2003). Das Training wird für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren angeboten.

Mehr Informationen zur Spezialsprechstunde für Autismus-Störungen und den therapeutischen Möglichkeiten erfahren Sie auf der Homepage der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (Link) sowie auf der Vereinshomepage der Autismus-Stelle (ATZZ).

Vorgehensweise

Die betroffenen Jugendlichen, ihre Eltern und Therapeuten beurteilen die Sozialen Fertigkeiten zu unterschiedlichen Zeitpunkten gemäss standardisierten Verfahren. Mittels statistischer Verfahren wird anhand dieser Fragebogen das KOMPASS-Gruppentraining evaluiert und verschiedene Einflussfaktoren untersucht.

Resultate

Die vorläufigen Ergebnisse sprechen für die Wirksamkeit des Gruppentrainings. Zufriedenstellende bis gute Effektstärken belegen gemäss Angaben der Eltern und Lehrpersonen einen signifikanten Abbau der autistischen Symptomatik und einen Zuwachs an sozialen Kompetenzen.