Online-Befragung zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Patient*innen der KJPP Zürich nach einem Jahr Pandemie: Coronakrise, Psyche und Mediengebrauch 2.0

 

Leitung der Studie: Prof. Dr. Susanne Walitza, Co-Leitung: Dr. Anna Werling

Die anhaltende COVID-19-Pandemie stellt Familien vor noch nie dagewesene Herausforderungen: Kontaktverbote, Einschränkungen im Alltag und das Fehlen von Angeboten der Freizeitgestaltung führten dazu, dass digitale Medien bei Kinder und Jugendlichen einen noch grösseren Stellenwert erhielten als vor der Pandemie. Psychisch belastete Kinder und Jugendliche sind hier besonders betroffen.

Im Rahmen einer Online-Untersuchung im Mai 2021 möchten wir den Medien-/Internetgebrauch nach einem Jahr Pandemie untersuchen. Ausserdem fragen wir nach den Konsequenzen der Corona-Krise auf die psychische Situation unserer Patient*innen. Diese Untersuchung ergänzt eine erste Befragung, die von uns im Frühjahr 2020, kurz nach dem Lockdown, durchgeführt wurde. Jetzt geht es um die Auswirkungen nach über einem Jahr in einer Ausnahmesituation.

Die Befragung erfolgt online und völlig anonym. Es werden Eltern (von Kindern ab 8 Jahren) und Patient*innen ab 14 Jahren per Email eingeladen, an der Befragung teilzunehmen, unter Wahrung des Datenschutzes. Es gibt einen Online-Fragebogen für Jugendliche und junge Erwachsene (14-19 Jahre) und einen für Mutter oder Vater (oder andere Bezugspersonen). 

Wir bitten Eltern und Patient*innen teilzunehmen, die bereits vor einem Jahr an der Umfrage teilgenommen haben, und solche, die erst jetzt neu hinzukommen.  Die (aktualisierte und verkürzte) Umfrage dauert etwa 15 Minuten. 

Gefragt wird nach dem psychischen Befinden und dem Umgang mit Medien/dem Internet während der Pandemie. Diese Fragen wurden an unserer Klinik ursprünglich als Kurz-Fragebogen zum Mediengebrauch entwickelt (1). Die Fragen zum psychischen Befinden stammen zum Teil aus einem europäischen Forschungsprojekts zur Corona-Pandemie (CRISIS), an dem die KJPP Zürich beteiligt ist. Sie wurden für die aktuelle Umfrage angepasst.

Bisherige Ergebnisse der ersten Befragung (1-3) haben gezeigt, welche Auswirkungen der Lockdown (März/April 2020) in der Kinder- und Jugendpsychiatrie hatte. Es konnte zum Beispiel gezeigt werden, dass es zu einem massiven Anstieg des Mediengebrauchs während des Lockdowns kam und dass es je nach Alter, Geschlecht und psychischer Beeinträchtigung deutliche Unterschiede gab. Dies betraf den Medienkonsum, aber auch die Art, wie die Patient*innen mit der Situation des Lockdowns zurechtkommen konnten.

Unser grosser Dank gilt den Eltern und Patient*innen, die bereits an der ersten Befragung teilgenommen haben. 

Im Voraus bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Teilnehmer*innen der aktuellen Umfrage. Wie schon vor einem Jahr erhoffen wir uns durch Ihre Antworten neben wissenschaftlichen Erkenntnissen vor allem wichtige Informationen für unsere tägliche Arbeit mit Patient*innen.

Fragen zur Teilnahme oder zur Umfrage bitte an:

Anna.Werling@pukzh.ch oder Renate.Drechsler@kjpd.uzh.ch  

 

(1) Werling AM, Walitza S, Grünblatt E, Drechsler R (2021) Media use before, during and after COVID-19 lockdown in a clinically referred sample in child and adolescent psychiatry: Results of an online survey in Switzerland. Submitted

(2) Werling AM, Walitza S, Drechsler R (2021) Impact of the COVID-19 lockdown on screen media use in patients referred for ADHD to child and adolescent psychiatry: an introduction to problematic use of the internet in ADHD and results of a survey. J Neural Transm, doi: 10.1007/s00702-021-02332-0.

(3) Werling AM, Walitza S, Drechsler R (2021). Einfluss des Lockdowns auf Psyche und Mediengebrauch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Erscheint in Paediatrica.