Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Studie Dyslexie

Dyslexie (Legasthenie) ist eine Lesestörung, die bei etwa 5-10% der Schulkinder auftritt. Dyslexie wird meistens bei Kindern diagnostiziert, bleibt aber oft bis ins Jugendalter oder sogar Erwachsenenalter bestehen und trägt so vermutlich zum hohen Anteil von Illetrismus in der Gesellschaft bei.

Kopf
Flüssiges Lesen bedingt schnelle Gehirnprozesse. Bildgebende Verfahren haben bei geübten Lesern eine schnelle Spezialisierung für Schrift in visuellen Gehirnarealen nachgewiesen (innerhalb 0.2 Sekunden). Diese Spezialisierung ist bei Kindern mit Dyslexie vermindert und trägt neben phonologischen Auffälligkeiten zu den Leseschwierigkeiten bei. In der aktuellen Studie untersuchen wir, welche Rolle die Schriftspezia-lisierung für die Dyslexie bei Jugendlichen und Erwachsenen spielt, wenn das Lesen unter realistischen, altersgemässen Lesebedingungen geprüft wird.

Zu diesem Zweck führen wir die Längsschnittstudie „Lesenlernen“ weiter, in der wir die Leseentwicklung und damit verbundene Gehirnprozesse von Kindern seit dem Kindergarten verfolgt haben. Im Jugendlichenalter werden diese Kinder nun erneut mit bildgebenden Methoden (EEG, fMRI) untersucht. Zusätzlich untersuchen wir Erwachsene mit und ohne Dyslexie.

Kontakt

Studie „Dyslexie“
Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Universität Zürich
Neumünsterallee 9
CH-8032 Zürich

Projektleiter
Prof. Dr. Daniel Brandeis
Dr. Urs Maurer
Tel. +41 (0)43 499 27 61
lele@kjpd.uzh.ch

Teilnahme

Weitere Informationen finden Sie auf unserem Flyer

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